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News - Allgemeine Test- und Messtechnik

Kompaktes, tragbares Multifunktions-Messgerät

Yokogawa DL350 modules28. Juni 2017 - YOKOGAWA stellt mit dem neuen ScopeCorder DL350 ein kompaktes, tragbares Multifunktions-Messgerät mit Touchscreen vor. Bei dem ScopeCorder DL350 handelt es sich um ein umfangreiches ausgestattetes, tragbares Messgerät, das zur Erfassung, Anzeige, Aufzeichnung und Analyse einer Vielzahl elektrischer und physikalischer Signale in Industriebereichen wie Automotive, Elektronik, Energie, Transport und Mechatronik zum Einsatz kommt.

Wie die anderen Geräte der YOKOGAWA ScopeCorder-Familie, vereint der DL350 die Vorteile eines präzisen Oszilloskops und eines mehrkanaligen Datenerfassungsgeräts in einem tragbaren Transientenrekorder. Der DL350 bietet eine hohe Präzision und Genauigkeit bei Messungen im Feld, isolierte Eingänge für Messungen bei hohen Spannungen und hohe Speicherkapazitäten für Langzeitmessungen über viele Stunden oder sogar Tage sowie einen erweiterten Einsatz-Temperaturbereich.

Herausragend ist die Modularität des DL350, die eine Konfiguration nach unterschiedlichen Anwendungsbereichen ermöglicht. Die flexible Eingangsgestaltung wird mit zwei Steckplätzen erreicht, welche vom Anwender mit zwei beliebigen Modulen aus 18 verschiedenen Modultypen bestückt werden kann. Um nur einige Modulvariationen unter Verwendung des gleichen Modultyps zu nennen, sind je nach Modul bis zu 8 isolierte Spannungs-Kanäle mit 1 MS/s oder 4 isolierte Spannungs-Kanäle mit 100 MS/s realisierbar. Unter Verwendung von unterschiedlichen Modultypen lassen sich z.B. vier isolierte Spannungen mit 1 MS/s gleichzeitig mit 16 Temperaturen erfassen. Zusätzlich stehen 2-mal 8-Bit Logikeingänge standardmäßig im Grundgerät zur Verfügung. Die Modulvielfalt ermöglicht nahezu jede Signalkombination, maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Messaufgabe.

Nahezu alle bestehenden ScopeCorder Eingangsmodule sind kompatibel mit dem DL350, dies stellt einen besonders hohen Nutzen hinsichtlich der Kosteneffizienz für Anwender, die schon ein Gerät aus der ScopeCorder-Famile einsetzen, dar. Die bekannte ScopeCorder Bedienphilosophie und die Funktionen zur Messung und Analyse von Eingangssignalen sind ein zusätzlicher Vorteil und bringen eine kurze Eingewöhnungsphase mit sich.

Der DL350 stellt einen Scope-Modus und einen Rekorder-Modus zur Verfügung. Somit haben Anwender, die mit der Bedienung von Linienschreibern vertrauter sind, die Möglichkeit, im Rekorder-Betrieb zu arbeiten.

Der Rekorder-Modus ist für kontinuierliche Langzeitaufzeichnungen von bestimmter Dauer und für Einsätze mit spezifiziertem Abtastintervall geeignet. In diesem Modus steht ein Konfigurations-Assistent bereit, der den Anwender schnell durch den gesamten Einrichtungsprozess leitet, um einen effizienten Einstieg bei Langzeitmessungen zu gewährleisten.

Im Scope-Modus wird der DL350 wie ein Oszilloskop mit allen zugehörigen Vorteilen wie kombinierte Triggermöglichkeiten und flexibler Speichereinsatz bedient. Mit dem History-Speicher werden bis zu 1000 getriggerte Ereignisse im internen Speicher automatisch abgelegt, so dass sich die Ursachen und Auswirkungen von Fehlerereignissen genau analysieren lassen.

Die Ingenieure haben die Wahl zwischen einer einfachen Triggerung oder erweiterten Triggermöglichkeiten wie Pulsbreite, Periode und Triggerkombinationen über mehrere Kanäle. So ist z.B. der „Kurvenfenster-Trigger“ (Wave Window Trigger) ideal für die Überwachung von Wechselspannungen und ermöglicht die einfache Erfassung von Spannungsabfällen, Überspannungen, Spitzenwerten, Phasenverschiebungen oder Dropouts (40 Hz bis 1000 Hz). Anschließend bietet die Funktion „Aktion bei Triggerung“ die Möglichkeit, z.B. die Messdatei automatisch zu speichern oder eine E-Mail im Fehlerfall zu senden.

Bis zu 5 GWorte pro Steckplatz können direkt auf einer SD-Karte abgelegt werden. Dadurch ist der DL350 für eine kontinuierliche Datenaufzeichnung von bis zu 50 Tagen von Langzeitbetrachtungen einsetzbar. Um kurze transiente Ereignisse, z.B. Überlagerungen bei Umrichtersignalen zu erfassen oder Flanken von Steuersignalen präzise zu messen, steht ein Speicher für 100 MWorten pro Steckplatz bereit.

Neu ist auch der resistive 8,4-Zoll-Touchscreen des DL350, der eine ausgezeichnete rauschfreie Anzeige bietet. In Umgebungen mit hohen elektrischen Störsignalen, z.B. bei Motoren und Umrichtern, bleibt die Messgenauigkeit und Bedienbarkeit gewährleistet. Darüber hinaus lässt sich das Gerät auch mit Handschuhen oder einem Eingabestift bedienen. Auch mit ausgeschalteter Hintergrundbeleuchtung und inaktivem Touchscreen hat der Anwender trotzdem über Tasten noch Zugriff auf START/STOPP, manuelle Triggerung und Datenspeicherung.

Der DL350 ist in erster Linie ein Messinstrument für den Einsatz im Feld. Er bietet jedoch auch die Funktionalität, die Anwender von einem Laborgerät erwarten. Es steht je ein Eingang für einen externen Takt, die Steuerung für Start/Stopp sowie für die externe Triggerung zur Verfügung, so dass z.B. ein Drehwinkelsensor oder eine Gradscheibe als Takt zur Analyse der Maschinendrehzahl und Leistung verwendet werden kann.

Gerade in Hinblick auf den Einsatz als portables Messgerät, z.B. für die Wartung und Abnahme von Maschinen, wurde eine Leistungsfunktion für Ein- und Dreiphasensysteme integriert. Zusätzlich können für Grundschwingungen von 50 oder 60 Hz die Harmonischen bis zur 40ten Ordnung analysiert werden. Alternativ ist mit der FFT-Funktion eine vollständige Frequenzanalyse durchführbar.

Der DL350 basiert auf einem Kompaktchassis der Größe A4 und wiegt ohne Akku 2,6 kg. Bei einer Voll-Bestückung mit Akku und zwei 4-Kanal-Modulen wiegt der ScopeCorder weniger als 4 kg. Der Akku ist für einen kontinuierlichen Betrieb von drei Stunden geeignet der, in Kombination mit der Netzspannung oder einem Gleichspannungs-Adapter, dem DL350 eine hochzuverlässige Stromversorgung und eine unkomplizierte Aufzeichnungsmöglichkeit für Langzeittests liefert.

http://tmi.yokogawa.com/



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