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Aktuelle Test- und Messtechnik-News

Hintergrund: Kalibrierung auch bei Fachkräftemangel

Man sagt, dass es ohne Messtechnik kein Leben gäbe. Genaue Messungen verhindern, dass Flugzeuge vom Himmel fallen, Brücken einstürzen und sich Smartphones in unseren Händen überhitzen. Ausrüstung in Krankenhäusern wäre nutzlos, und alltägliche, selbstverständliche Tätigkeiten wie das Betanken eines Fahrzeugs oder das Einschalten eines Kochfelds würden zu Prozessen führen, die auf Vermutungen beruhen und sogar fatalen Folgen haben könnten.

Das Merkwürdigste an der Test- und Messtechnik ist, dass sie in praktisch in jedem Bereich der Gesellschaft und der menschlichen Interaktion zum Einsatz kommt. Sie umgibt uns rund um die Uhr und ist trotzdem für die meisten Menschen praktisch unsichtbar. Kurz gesagt, obwohl sie im Verborgenen arbeitet, hält sie alles zusammen und ist für das moderne Leben absolut entscheidend.

Ein wichtiges Gerät in der Welt der Messtechnik ist der Kalibrator, der in fast jedem elektrischen Kalibrierlabor der Welt zu finden ist. Er ist nicht so bescheiden, wie es scheinen mag: Global Industry Analysts Inc. geht davon aus, dass der Weltmarkt für Kalibrierungsdienstleistungen bis 2026 einen Wert von 8,2 Mrd. US-$ haben wird.

Je nachdem, welche Messungen erforderlich sind und welche nationalen und internationalen Normen (vor allem ISO 17025 und ISO 9000) eingehalten werden müssen, kann eine Vielzahl von Kalibratoren zum Einsatz kommen – von den einfachsten bis hin zu hoch entwickelten. Da der Markt so groß ist, weiß jeder kluge Kalibrierlabortechniker, dass es wenig Sinn macht, einen technologisch fortschrittlichen Kalibrator zu verwenden, wenn die Arbeit auch mit einem Gerät erledigt werden kann, das mit weniger anspruchsvollen Spezifikationen arbeitet (und bedeutend weniger kostet). Im Gegensatz dazu ist in Branchen wie der Nukleartechnik, Pharmazie und Luftfahrt das höchste Kalibrierungsniveau gerade gut genug, und diese Investition rechnet sich später um ein Vielfaches.

Qualifikation der Arbeitskräfte

Unabhängig von der Branche, in der die Anwender tätig sind, ist einer der Hauptgründe für die Expansion des Kalibrierungsmarktes die Notwendigkeit, immer strengere Sicherheitsvorschriften und Qualitätsstandards einzuhalten. Da die Genauigkeit der in den verschiedenen Bereichen verwendeten Geräte und Systeme neue Höchstwerte erreicht, muss auch die Genauigkeit der Kalibriergeräte entsprechend steigen.

Die gestiegene Nachfrage nach einer effektiveren Kalibrierung wurde auch durch die größere Vielfalt der am Markt befindlichen Produkte, die getestet und geprüft werden müssen, sowie durch die Vielzahl der heute erforderlichen Tests vorangetrieben. Die Notwendigkeit, in zahlreichen Branchen produktiver und effizienter zu werden, hat dazu geführt, dass Kalibrierungsausrüstung und -geräte immer ausgefeilter werden, um eine höhere Genauigkeit, mehr Vielseitigkeit und bessere Datenaufzeichnungsmöglichkeiten für Compliance-Zwecke sicherzustellen. In den Labors selbst wird der Platz auf den Arbeitstischen immer knapper. Daher muss mehr Platz geschaffen und/oder die Verwendung von Kalibratoren vor Ort vereinfacht werden. Auch die Möglichkeit, eine Vielzahl von Geräten mit einem einzigen Kalibrator zu testen, ist eine Option.

In den letzten Jahren wurden in der Kalibrierungsbranche jedoch Bedenken laut, dass die Nachfrage nach genaueren und schnelleren Kalibrierungsergebnissen zwar steigt, das Qualifikationsniveau des Personals, das mit der Durchführung dieser wichtigen Messungen beauftragt ist, aber allmählich abnimmt und inzwischen ein kritisches Niveau erreicht hat.

Der Fachkräftemangel im Ingenieurwesen und im technischen Bereich ist in ganz Europa offensichtlich. Dieser Engpass fällt mit der steigenden Nachfrage nach Kalibrierdiensten zusammen, wodurch der Bedarf an hochqualifizierten Experten in den Kalibrierlabors gestiegen ist. Idealerweise müssen die Bediener mit allen Verfahren und Geräten, die bei der Kalibrierung zum Einsatz kommen, sowie mit allen Verfahren der Datenaufzeichnung vertraut sein. Ebenso müssen die Techniker flexibel und in der Lage sein, mobile Prüfgeräte zu bedienen, Daten in anspruchsvollen Umgebungen aufzuzeichnen und keine kostspieligen Schäden durch menschliches Versagen an den mitunter sehr hochwertigen Geräten zu verursachen.

Moderne, hochwertige Kalibratoren

Die Lösung liegt in modernen Kalibratoren auf dem neuesten Stand der Technik, die mit Blick auf Benutzerfreundlichkeit entwickelt und gebaut werden. Wenn jemand mit begrenzten Kenntnissen ausreichend befähigt ist, Daten zu erfassen und hochgenaue Messungen durchzuführen – sei es im Labor oder im Feld – können Unternehmen im Kalibriermarkt die an sie gestellten steigenden Anforderungen einfach erfüllen.

Für Fluke liegt die Lösung in Kalibratoren, die eine einfache Bedienung per Point-and-Scan oder Tastendruck mit hoher Präzision, Genauigkeit und Leistungsfähigkeit verbinden. Die Kalibratoren müssen so intuitiv zu bedienen sein, z. B. mit großen Touchscreens mit Symbolen, dass sie den CEO-Test bestehen können. Anders gesagt: Jemand, der nicht an vorderster technischer Front arbeitet, sollte in der Lage sein, hochpräzise Messungen vorzunehmen und diese in Echtzeit aufzuzeichnen, ohne dass die Qualität auf irgendeiner Ebene beeinträchtigt wird.

Für Kalibrierlabore kommt es auch darauf an, die Gesamtbetriebskosten (TCO) für ihre Ausrüstung zu minimieren. Zwei Wege zum Erreichen dieses Ziels sind minimaler Wartungsaufwand für Kalibratoren und die Automatisierung von Prozessen mithilfe leistungsstarker Software.

Fluke Calibration hat erkannt, dass sich der Markt in den letzten Jahren stark verändert hat und dass Anwender für den Umgang mit diesem Wandel Unterstützung benötigen. Die Messtechnik entwickelt sich ständig weiter, und die Geräte, auf die sich die Anwender verlassen, müssen sich ebenfalls weiterentwickeln. Die Geräte von Fluke sind für ihre lange Lebensdauer bekannt und erfüllen die Aufgaben der Kunden, wo auch immer sie sich befinden. Aber auch diese Geräte müssen sich weiterentwickeln, um den wachsenden Anforderungen an Geschwindigkeit, Präzision und Genauigkeit gerecht zu werden.

Ein völlig anderes Niveau

Während viele Hersteller von der Benutzerfreundlichkeit ihrer Geräte sprechen, muss dieses Konzept bei Kalibriergeräten auf einer ganz anderen Ebene umgesetzt werden. Heute kommt es darauf an, dass Produktivität und Effizienz mit höchster Sicherheit einhergehen, um Menschen und Infrastruktur vor Schaden zu bewahren. Daher ist es ebenso wichtig, dass die Bedienung von Kalibriergeräten zwar deutlich vereinfacht werden muss – die Fähigkeit des Geräts, die vom Benutzer geforderte Leistungsfähigkeit zu erbringen, jedoch nie eingeschränkt werden darf. Qualität, Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Leistungsfähigkeit, Vielseitigkeit und Spezifikation bleiben die zentralen Kriterien im heutigen Kalibriermarkt.

Die Nachfrage nach besseren Ergebnissen steigt weiter, und es ist unwahrscheinlich, dass der Fachkräftemangel schnell behoben werden wird. Es ist daher notwendig, dass sich die Kalibriergeräte weiterentwickeln, um vielseitiger und leistungsfähiger, zugleich aber auch bedienerfreundlicher als je zuvor zu werden. Dies müssen die entscheidenden Ziele für die gesamte Branche in der Zukunft sein.

Autor: Wim Sibon, Technical Sales Manager, Electrical Calibration Products und Software, Fluke Europe.

www.eu.flukecal.com/



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