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Aktuelle Test- und Messtechnik-News

Ferngesteuerter Signalanalysator für Monitoring-Aufgaben

Narda Outdoor SignalShark01. Februar 2021 – Narda Safety Test Solutions präsentiert das jüngste Mitglied seiner erfolgreichen SignalShark-Familie. Nach Handheld und Remote Unit schließt der neue Real-Time Outdoor Remote Analyzer jetzt die letzte noch verbliebene Lücke in puncto Anwendungen. Denn der extrem robuste, ferngesteuerte Signalanalysator wird die Qualitäten der Baureihe künftig vornehmlich bei Monitoring-Aufgaben in 24/7-Außeneinsätzen einbringen.

Im Freien, etwa in luftiger Höhe an einem Antennenmast montiert, bei klirrender Kälte ebenso wie bei sengender Hitze, allen Wettern ausgesetzt und ganz auf sich allein gestellt. Hoch oben, wo er bei der Störersuche „freie Sicht genießt“, jedoch für gewöhnlich nur wenig Infrastruktur vorfindet, läuft der Neue zur Bestform auf.

Unter unwirtlichen Bedingungen erkennt und analysiert, klassifiziert und lokalisiert er HF-Signale zwischen 8 kHz und 8 GHz und steht dabei seinen beiden Geschwistern in nichts nach. Mit seiner Echtzeitbandbreite von 40 MHz entgeht ihm kein auch noch so kurzes oder seltenes Signalereignis.

Perfekt für Monitoring im Außenbereich

Die SignalShark Outdoor Unit ist in vielerlei Hinsicht die perfekte Mess-Einheit für alle Applikationen der Langzeit-Frequenz-Überwachung im Außenbereich. Aufgrund ihrer speziellen Konstruktion erlaubt ihre robuste, wetterfeste Außenhülle aus Aluminium-Druckguss, die auch als Kühlkörper fungiert, ein Design, das problemlos auch ohne Lüftungsöffnungen auskommt. Das heißt, dass das Instrument hermetisch abgedichtet in Schutzklasse IP65 ausgeführt ist, und trotzdem die Wärme des Echtzeitanalysators mit seinem integrierten „Windows 10“-Rechner hinreichend abgegeben werden kann. Der Bereich seiner Betriebstemperatur ist mit -20 bis 55 °C angegeben.

Praxisanwendungen

Narda adressiert die neue Outdoor Unit des SignalShark an alle Branchen und Anwender, die mit langfristig angelegten Überwachungsaufgaben unter Freiluftbedingungen betraut sind. Da es das SignalShark-Trio mit sich bringt, dass Anwender immer nur ein Gerät „lernen“ müssen, immer das gleiche GUI angezeigt bekommen, können sie die unterschiedlichen Units problemlos für alle denkbaren Applikationen einsetzen.

Der neue Real-Time Outdoor Remote Analyzer eignet sich beispielsweise auch für aktuelle Monitoring-Aufgaben, um sicherzustellen, dass Frequenzbereiche, in denen derzeit neue 5G-Dienste ausgerollt werden sollen, frei von Störern bzw. unbelegt sind. Diese Frequenzbereiche gilt es insofern besonders und permanent zu überwachen, als sie teilweise gerade erst offiziell freigegeben worden sind oder sich unter Umständen in unmittelbarer Nachbarschaft von terrestrischen Broadcastern wie TV-Sendern befinden. Von letzteren geht bei Frequenzen um 700 MHz ein nicht unerhebliches Störpotenzial aus.

Wie alle Geräte der SignalShark-Baureihe ist auch die Outdoor Unit als offene Plattform konzipiert. Das heißt, dass auch sie über Standardsprachen kommuniziert sowie gängige Formate nutzt und unterstützt, wie sie in der Wissenschaft gebräuchlich sind. Ihre Palette an Erweiterungsmodulen schließt dabei natürlich markenfremde Nicht-Narda-Erzeugnisse mit ein. Auf dem Windows10-basierten Gerät mit Intel Quad-Core-Prozessor lassen sich also zusätzliche Anwendungen wie z. B. zur Klassifizierung von digital modulierten Signalen von Drittanbietern ausführen. Eine gut dokumentierte SCPI-Befehlsfrequenz zur Fernsteuerung und „VITA 49“-konformes I/Q-Streaming ermöglichen eine einfache Integration in jede Software-Umgebung.

Antennen frei wählbar

Abgesehen von der LTE-Antenne in der Version „Modem“ verfügt das Gerät über keine integrierte oder angeschlossene Antenne. Das bedeutet, dass Antennen je nach Applikation frei wählbar sind. Hierzu bietet die Outdoor Unit drei umschaltbare HF-Anschlüsse, sodass drei verschiedene Antennen – für unterschiedliche Frequenzbereiche oder unterschiedliche Richtungen – angeschlossen werden können. Wird sie beispielsweise in Verbindung mit der automatischen DF Antenne ADFA von Narda betrieben, können Störer im Spektrum aufgespürt und direkt im Anschluss gepeilt werden.

Doch auch wenn die Outdoor Unit „nur“ mit einer handelsüblichen omnidirektionalen Antenne eingesetzt wird, kann trotzdem eine Lokalisierung realisiert werden. Denn sie unterstützt sowohl die automatische Peilung als auch TDOA. Eine TDOA-Software kann in einem TDOA-Netzwerk aus mehreren (mindestens drei) Einheiten berechnen, zu welchem Zeitpunkt das Signal auf welcher Antenne aufgetroffen ist und somit exakt ermitteln, von wo aus es ausgesendet wurde.

Zwei Arten der Stromversorgung

Narda hat zwei Versionen der neuen SignalShark-Variante im Angebot: Bei der Outdoor Unit „PoE“ (Power over Ethernet) laufen Stromversorgung – auch die der automatischen Antenne – und Datenkommunikation über ein einziges Ethernet-Kabel. Das erleichtert den Anschluss an ein Gebäude. Die Version „Modem“ für den Stand-alone-Betrieb wird mit Gleichstrom versorgt, etwa via Solarpanel, und verfügt über ein integriertes LTE-Modem für Datentransfer und Remote-Steuerung. Das heißt, wenn ein Mobilfunknetz verfügbar ist und die Sonne scheint, ist die Anlage zu 100 % autark. Nachts wird die Outdoor Unit über ihre integrierten Akkumulatoren, die tagsüber aufgeladenen werden, zuverlässig mit Strom versorgt.

www.narda-sts.com/



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